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Was ist Mobbing?

Teil 5: Wer mobbt und warum tut er das?

Eine Geschichte

Am Anfang steht die Unzufriedenheit des Täters am Arbeitsplatz - in manchen Fällen auch in anderen Lebensbereichen. Er fühlt sich nicht genügend anerkannt, respektiert sich selbst nicht und hadert mit seinen Schwächen. Oftmals hat er auch Angst, seinen Arbeitsplatz zu verlieren, weil er aufgrund seiner eher leistungsfeindlichen Einstellung „Dienst nach Vorschrift“ schiebt und deswegen seine Arbeitsergebnisse manchmal zu wünschen übrig lassen.

Konfrontiert mit einer neuen Mitarbeiterin, die ihm täglich das vorlebt, was er ablehnt (Leistungsorientierung, Belastbarkeit und Ehrgeiz), die trotz starker Belastungen am Arbeitsplatz fast immer gute Laune hat und zu jedermann freundlich ist, aber trotzdem keine graue Maus ist und auch im Business-Anzug eine ansprechende Erscheinung ist, erweckt das starke Gefühle der Missgunst in ihm. Als ob das nicht genug ist - sie erregt die Aufmerksamkeit des Chefs. Ihr wurde sogar eine Beförderung in Aussicht gestellt. Sie soll genau die Stelle bekommen, auf die der Täter schon lange scharf war. Das geht natürlich überhaupt nicht. Diese Situation nagt an seinem Selbstvertrauen. Darüber hinaus entsteht ein Interessenkonflikt - beide Parteien streben die nächste Stufe auf der Karriereleiter an. Der Täter könnte sich ja anstrengen und sich die fehlenden Kenntnisse für den Aufstieg durch Weiterbildungen aneignen. Doch das kostet Schweiß, den er nicht bereit zu vergießen ist und es könnte sein, dass ihn die Konkurrentin übertrumpft, wenn er doch mal seinen inneren Schweinehund überwindet und mit ehrlichen Mitteln an seiner beruflichen Karriere arbeitet.

Der bequemere Weg - Karriere machen durch Mobbing

Er entscheidet sich für den bequemeren Weg: Mobbing. Soziologen nennen das „Konfliktumleitung auf Inhaltsebene“. Da der Täter seine Konkurrentin nicht durch eigene Anstrengungen übertrumpfen will, um die höher dotierte Stelle zu bekommen und den Konflikt auch nicht auf direktem Wege lösen kann, indem er offen zugibt, dass er ihr die Stelle nicht gönnt und neidisch ist und sie schon gar nicht darum bitten kann, ihm den Vortritt zu lassen, da er im ersten Fall seine soziale Inkompetenz beweist und dadurch erst Recht in Ungnade des Chefs fallen würde und im zweiten Fall sein Verhalten als zu peinlich bewertet werden kann, entscheidet er sich, das Ansehen seiner Konkurrentin zu schädigen, indem er ihre Arbeit sabotiert, manipuliert und darüber hinaus Gerüchte über sie verbreitet. Der ursprüngliche Interessenkonflikt um die Beförderung wird umgeleitet in die angebliche fachliche und soziale Inkompetenz der Konkurrentin.

Das wirkt. Das Selbstwertgefühl des Täters steigt und seine Unzufriedenheit schwindet. Die Mobbinghandlungen hinterlässt Spuren bei der gemobbten Kollegin. Sie wird häufiger krank und macht Flüchtigkeitsfehler. Sie wirkt nervös. Bald wird sie zum Chef gerufen. Was mit ihr los sei. Sonst zeige sie immer gute Leistungen, doch in letzter Zeit habe sie stark nachgelassen. Woran das liege? Vielleicht ist es doch nicht so gut, sie zu befördern. Schließlich sei sie ja auch noch ziemlich neu und habe auch noch nicht so viel Berufserfahrung wie der Kollege. Ob sie nicht auch einsehe, dass es besser sei, noch ein wenig Berufserfahrung zu sammeln. Später könne man gerne über eine Beförderung reden. Noch sei das etwas verfrüht. Da das Mobbingopfer nun Minderwertigkeitsgefühle hat, die es vorher nicht kannte und auch so schnell verunsichert ist, sodass es seinen eigenen Fähigkeiten nicht mehr traut, zieht es seine Bewerbung zurück. Der Täter bekommt als „Lohn“ für seine Mobbinghandlungen den begehrten Job.





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Ute Albrecht
Bewerbungsberaterin


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