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Sind Sie ein Ja-Aber-Bewerber?

Teil 6: Die Entscheidung

Fall 1: Sie priorisieren Ihre Aufgaben, Fortsetzung 3

Flexibilität durch unsichere Jobs

Als flexibler Jobwechsler haben Sie es leichter auf dem Arbeitsmarkt als ältere Arbeitnehmer, die nach 30 Jahren ihren Job auf Grund einer Insolvenz verlieren. Weiterbildung war nie Chefsache und auch die Mitarbeiter waren der irrigen Ansicht, dass es reiche, ihren Job mittelprächtig zu erledigen. Die Kosten für die Weiterbildung solle gefälligst der Arbeitgeber tragen und wenn er’s halt nicht tut, habe der Arbeitnehmer das nicht zu vertreten. Das rächt sich jetzt bitter, denn vergleichbare ausgeschriebene Jobs erfordern Qualifikationen, die der erwerbslose Bewerber nicht erfüllt.

Erwerbslos zu sein, bedeutet im Übrigen nicht, arbeitslos zu sein. Wer arbeitslos ist, der hat nichts zu tun.

Menschen ohne Job haben eine ganze Menge zu tun:

  1. Den Jobmarkt zu analysieren,
  2. erforderliche Qualifikationen ermitteln,
  3. fehlende Qualifikationen nachholen,
  4. Referenzen einholen,
  5. Arbeitszeugnisse ggf. korrigieren lassen,
  6. Selbstmarketing üben
  7. und sich bewerben.

Grämen Sie sich also nicht, wenn Sie bisher „nur“ befristete Stellen bekommen haben: „Ich muss solch ein Versager sein, dass ich nur die Jobs bekomme, die keiner will!“

Wenn Ihnen im Vorstellungsgespräch auch noch ein Personaler diese Frage stellt, um festzustellen, wie schnell Sie sich provozieren lassen und Sie ihm gestehen, dass die Lage auf dem Arbeitsmarkt so schwierig sei, dass sogar ein befristeter Minijob so etwas wie ein Lottogewinn wäre und man dankbar sein müsse, dass man überhaupt Arbeit bekäme, dann sind Sie in die Falle hineingetappt und der Personaler hat gewonnen.

Sie haben gewonnen, wenn Sie auf den versteckten Vorwurf befristeter Beschäftigung überhaupt nicht eingehen und immer die Projekte in den Vordergrund stellen, die Sie so sehr reizten. Das ist gleichzeitig eine gute Überleitung, um von den guten Ergebnissen Ihrer Arbeit zu erzählen.

Die Situation am Arbeitsmarkt bereitet Sie nämlich auf die übliche Erwerbsbiografie der Zukunft vor, in denen sich befristete Arbeitsverhältnisse, Projektarbeit, freiberufliche Arbeit und Erwerbslosigkeit abwechseln. Um diese Rahmenbedingungen zu managen, brauchen Sie eine andere als die herkömmliche Einstellung zur Erwerbsarbeit. Viele Menschen definieren sich ausschließlich über den Beruf. Sie kennen nichts anderes mehr. Hobbys, Familienarbeit und soziale Kontakte kommen zu kurz. Die Vorstellung, ein menschenwürdiges Leben ohne Erwerbsarbeit führen zu können, erscheint ihnen vollkommen abwegig. Ohne Job bekommen sie den Erwerbslosen-Blues, der neue Job ist kurzfristig wie eine Medizin, um sich im Leben glücklich zu fühlen. Dieses Glücksgefühl wird wieder durch die ständige Angst vor dem Jobverlust zerstört.





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Ute Albrecht
Bewerbungsberaterin


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