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Sind Sie ein Ja-Aber-Bewerber?

Teil 5: Die Entscheidung

Fall 1: Sie priorisieren Ihre Aufgaben, Fortsetzung 2

Sie könnten eigentlich im Beruf rundum zufrieden sein, wenn Ihr Traumjob wenigstens unbefristet wäre und Sie nicht dauernd auf der Jagd nach einem Anschlussjob wären? Neidisch schauen Sie auf Ihre Kollegen, die eine Planstelle besetzen und sich auf ihr ohne Konsequenzen ausruhen. Sie lieben Ihre Aufgaben, finden es aber dennoch ungerecht, dass Sie wie ein nützlicher Idiot behandelt werden, der im Rahmen eines neuen Projekts eingesetzt wird oder der eine Kollegin im Erziehungsurlaub vertritt. Wenn es wenigstens nicht diese „netten“ Kollegen gäbe, die Ihnen auch noch deutlich zu verstehen geben, dass Sie als Berufsanfänger ohne Berufserfahrung dem Arbeitgeber die Füße küssen müssen, weil er Sie eingestellt hat.

Verabschieden Sie sich von der Idee des sicheren Jobs

Es gibt ihn so gut wie nicht mehr, es sei denn, Sie haben das „richtige“ Parteibuch und kennen einen einflussreichen Politiker, der Ihnen eine Karriere im öffentlichen Dienst ermöglicht. Das hört sich recht gut an. Bedenken Sie aber, dass Ihnen im Kollegenkreis Kritiker begegnen, die hinter vorgehaltener Hand von Filz und Korruption reden. Sie sind immer unter Druck und müssen beweisen, dass Sie auf Grund Ihrer hervorragenden Qualifikation eingestellt worden sind. Jeder Ihrer Fehler wird mit Häme betrachtet: „Da sieht man es wieder, was dabei herauskommt, wenn jemand das richtige Parteibuch hat...“

Auf der anderen Seite hat der sichere Job den Nachteil, dass Sie sich darin einrichten und „Dienst nach Vorschrift“ schieben. Für Ihre Sicherheit bezahlen Sie einen hohen Preis: Ihre Freiheit. Es ist gar nicht mal so selten, dass Beamte in Bewerberforen posten, dass ihnen ihr Job zum Hals heraus hängt und dass sie unbedingt einen Tapetenwechsel brauchen (neue Aufgaben, neue Verantwortungsbereiche, abwechsungsreichere Tätigkeiten, weniger Routine).

Nebenbei bemerkt: Auf den Websites so mancher Universitäten findet man Fotos von Professoren, deren Gesichtsausdruck Bände spricht. Dagegen wirken die Bewerbungsfotos von langzeitarbeitslosen Jobsuchern wie das blühende Leben.

Unsichere Jobs sorgen für Flexibilität

So traurig es ist, als befristet beschäftigter Mitarbeiter das tolle Team nach einem Jahr wieder verlassen zu müssen: Ihr befristeter Arbeitsvertrag gibt Ihnen den Mumm, sich im übertragenem Sinne von bequemen Sofa zu erheben, Ihren Marktwert auf dem Arbeitsmarkt zu ermitteln und Ihre Qualifikation stets an die wechselnden Anforderungsprofile Ihrer Branche anzupassen. Da Sie wissen, dass Networking ein wichtiger Karrierefaktor ist, knüpfen Sie fleißig Kontakte. Dadurch ist es in jedem Fall schon mal ausgeschlossen, dass Sie im Falle der Erwerbslosigkeit vereinsamen.





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Ute Albrecht
Bewerbungsberaterin


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