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Nörgeln - Erfolgsmodell oder Lieblingsbeschäftigung der Loser?

Teil 3: Risiken und Nebenwirkungen einer „Selbstmitleidsparty“

Auf dem zweiten Blick allerdings birgt die Umsetzung dieses Ratschlags Risiken und Nebenwirkungen: Wenn man nicht gerade in einer einsamen Berghütte lebt, sondern in einer Großstadtwohnung, dann kann es schon vorkommen, dass die Polizei vor der Tür steht, die besorgte Nachbarn gerufen haben, weil sie ein Verbrechen vermuteten, wenn sie sie nicht wegen Ruhestörung gerufen haben.

Darüber hinaus verführt diese Schauspielerei dazu, es dabei bewenden zu lassen und nicht nach den Ursachen seiner Unzufriedenheit zu suchen. Man würde zwar kurzfristig aus der Selbstmitleids-Falle herauskommen, doch danach schnell wieder in sie hineinfallen. Soll man dann jedes Mal solch ein Riesentheater machen?

Der leisere und effizientere Weg

Nutzen Sie Selbstmitleid und „Nölen“, wie man in Norddeutschland sagt, als Signal dafür, dass etwas in Ihrem Leben für Sie nicht stimmig ist. Rufen Sie sich Situationen in Ihr Gedächtnis zurück, in denen Sie besonders mies gelaunt waren. Was genau haben Sie da getan? Mit welchen Menschen hatten Sie zu tun? Was bekamen Sie von ihnen zu hören? Wie reagierten Sie auf sie und wie zufrieden waren Sie mit Ihrer Reaktion? Halten Sie diese Situation für typisch für Ihr Leben à la „Es geht mir ja immer so, ich kenne es gar nicht anders“?

All das schreiben Sie sich auf. Seien Sie ehrlich mit sich und versuchen Sie nicht, sich einzureden, dass doch alles prima sei und nur Sie würden sich so anstellen und müssten sich doch mal zusammenreißen. Menschen, die sich bis zur Persönlichkeitsaufgabe ausbeuten (lassen) und dabei immer lächeln und sich ihr Leben schönreden, sind die besten Kandidaten für ein Burnout-Syndrom. Es ist bei ihnen keine Frage, ob sie eins entwickeln werden, sondern nur, wann es so weit ist.

Nachdem Sie das getan haben, überlegen Sie sich, welche Alternativen Sie haben. Angenommen, Sie würden morgen die gleiche Situation erleben, was würden Sie dann tun? Was würden Sie anders machen und was ebenso wie damals, ohne es zu bereuen? Würden Sie sich mit den gleichen Personen beschäftigen? Wenn Sie sich die Personen nicht aussuchen können, mit denen Sie zu tun haben (z. B. Kollegen) - welche Rolle spielen sie dann in Ihrem Leben? Wie viel Nähe lassen Sie in der Interaktion mit ihnen zu bzw. wie viel Distanz ist Ihnen wichtig?



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Ute Albrecht
Bewerbungsberaterin


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