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Authentizität = Karrierekiller?

Teil 3: Das Gegenteil der Authentizität

Das Gegenteil vom authentischen Bewerben ist der Versuch, es jedem Recht machen zu wollen, Fähigkeiten und Vorlieben zu nennen, die nicht in der Schatzkiste liegen.

0815-Bewerbungsratgeber, die Bewerbern sagen, dass sie so sein müssen, wie ein fiktiver Personaler es will und die Bewerbern raten, ihren Charakter der jeweiligen Stelle anzupassen, erzeugen noch einen Bewohner des Raumes Persönlichkeit, den Amtsschimmel. Der sorgt dafür, dass Sie sich letzten Endes selbst verleugnen. Werfen Sie ihn heraus. Lassen Sie ihn am besten gar nicht erst einziehen. Ihre seelische Gesundheit wird es Ihnen danken.

Authentisches Bewerben bedeutet auch nicht, dass Sie den Inhalt Ihrer Schatzkiste auf dem jetzigen Stand lassen. Suchen Sie eine größere und füllen Sie sie mit neuen Fähigkeiten auf (Lernen, sich ausprobieren, Weiterbildung,...). Dazu gehören auch soziale Fähigkeiten wie z. B. die Kontrolle seiner Emotionen und Offenheit für Neues.

In der Wirtschaftswoche war am 07.12.2017 ein interessanter Artikel über den Zusammenhang von Authentizität und beruflicher Karriere zu lesen, der sich auf Studien stützte. Denen zufolge gewinnt das „soziale Chamäleon“ und man erfährt, dass, wie so oft, die Wahrheit in der Mitte liegt. Ebenso schädlich wie absolute Unverstelltheit ist auch die totale Selbstverleugnung. Die sozialen Chamäleons zeichnen sich dadurch aus, dass sie zwar „einen festen Kern an Charaktermerkmalen haben“, aber trotzdem Veränderungen bei ihren Aufgaben und den Anforderungen erkennen, das als spannende Herausforderung für sich sehen, um persönlich zu wachsen und flexiblem Verhalten eine positive Seite abgewinnen.

Angst vorm authentischen Bewerben

„Um Himmels Willen! Wenn ich mich so gebe, wie ich bin, dann finde ich ja nie einen Job. Denn so, wie Arbeitgeber mich wollen, bin ich nicht. Wie soll ich denen denn verkaufen, dass ich gut genug bin?“

Die Denke der Selbstzweifler funktioniert so:

  1. Ich bin so, wie ich bin, inakzeptabel
  2. Ich muss so sein, wie „der Arbeitgeber“ mich haben will
  3. Faktisch hat man als Arbeitnehmer sowieso keine Rechte
  4. Selbstverwirklichung im Job ist unrealistisch

Personaler stellen Bewerbern gerne Fragen nach ihren Schwächen.

„Oje, jetzt wollen sie mich entlarven. Wie ziehe ich mich am geschicktesten aus der Affäre, ohne dass es der Personaler bemerkt?“

Da wird im Web nach Musterantworten gesucht, was das Zeug hält. Da werden Bewerbungsbücher gekauft und die Musterantworten auswändig gepaukt.

  • „Oh, ich bin ja so perfektionistisch“
  • „Manchmal übertreibe ich es mit meinem Ehrgeiz“
  • „Ich kann schlecht Komplimente annehmen“
  • „Ich bin ungeduldig“





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Ute Albrecht
Bewerbungsberaterin


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