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Leidenschaft im Job - förderlich oder schädlich?

Teil 3: Was sagt die Wissenschaft dazu?

Simone Lazarus hat im Jahr 2007 zum Thema Motivation und Leistung eine Dissertation geschrieben. Sie führte dazu drei Studien durch und fand heraus, dass Motivation und Leistung signifikant zusammenhängen. Signifikant bedeutet, dass dieses Phänomen nicht nur zufällig in ihren Stichproben auftauchte, sondern man es auf die Grundgesamtheit aller Menschen übertragen kann. Sie schreibt: „Personen, die Erfolg internal, stabil und global attribuierten, schnitten in diesen Tests tendenziell besser ab als Individuen, die das nicht taten. Auch für Personen mit optimistischen Attributionen [...] zeigt sich in etwas abgeschwächter Form diese Tendenz.“ Sie meint damit, dass Menschen, die viel von sich halten und sich als kompetent einschätzen, ihre Erfolge ihrem Können und ihrer Motivation zuschreiben, besser in Leistungstests abschneiden als Menschen, die Angst vor Misserfolg haben, die in ihren Erfolgen eher Zufall und Glück als Ursache sehen und die nichts von ihren Fähigkeiten halten.

Mit „optimistischen Attributionen“ ist Zuversicht, Erfolg haben zu werden, gemeint. Zudem hat Simone Lazarus gefunden, dass bei „den Zielorientierungen es vor allem Mastery Avoidance und Performance Approach“ sind, „die Zusammenhänge in erwarteter Richtung mit Leistung aufweisen.“

Mastery Avoidance bedeutet, die Überzeugung zu haben, Ziele nicht erreichen zu können und das früheren Misserfolgen zuzuschreiben, wobei man seine Leistungen nicht mit den Leistungen anderer vergleicht. Menschen mit diesem Merkmal denken, dass sie keinen Erfolg haben werden, da sie schon früher immer versagt hätten. Bei massiven Versagensängsten kann keine Leidenschaft aufkommen. Performance Approach bedeutet, Hoffnung auf Erfolg zu haben, weil man sich seine Erfolge in der Vergangenheit aufgrund seiner guten Leistungen und Fähigkeiten zuschreibt, wobei man seine Leistungen mit denen anderer vergleicht. Es ist nicht verwunderlich, dass bei dieser Einstellung Leidenschaft aufkommt, denn man hat im Vergleich zu den Verzagten und Demotivierten mehr geübt und bei Schwierigkeiten nicht aufgegeben. Wer meint, es eh nicht zu schaffen und ein Komplettloser zu sein, der strengt sich auch nicht an. Wenn er es doch tut, dann treibt ihn nur die Angst vor dem Versagen an. Das verursacht einen hohen Druck. Jeder Studierende, der eine Prüfung in seinem „Angstfach“ hatte, kennt das, während die Prüfung in seinem Lieblingsfach super gelaufen ist.

Wenn man noch jung ist, weiß man oft nicht, was man kann. Also probiert man sich aus und macht Erfahrungen, hat Erfolgserlebnisse und erlebt Scheitern. Aufgrund dieses Kompetenzerlebens entwickelt man Leidenschaft für bestimmte Tätigkeiten.

Haben Sie also keine Angst vor Leidenschaft - Sie werden davon schon nicht ausbrennen. Achten Sie aber darauf, dass Ihr Leben nicht einseitig wird.

Quellen:
http://www.t-online.de/finanzen/jobs/id_81175192/wie-ihnen-leidenschaft-im-job-kann-schaden-kann.html
Lazarus, S. (2007). Leistung und Motivation: Die Bedeutung von Attribution, Bewertung und Zielorientierung (Dissertation, LMU München, München), S. 168
Sendung „Die Höhle der Löwen“ vom 03.11.2017




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Ute Albrecht
Bewerbungsberaterin


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