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Selbstsabotage bei der Jobsuche

Teil 3: Die Vorurteile anderer ...

nisten sich auch im eigenen Kopf ein. Die Tragik daran ist, dass die aus Vorurteilen genährten fixen Ideen Personalern unbewusst als Verstärker dienen.

Zur Illustration ein Beispiel:
Klaus hat sein Studium erfolgreich abgeschlossen, 100 Bewerbungen verschickt, 5 Vorstellungsgespräche überstanden, aber noch immer keinen Job. Auf seine Nachfragen antworteten die Mitarbeiter in der Personalabteilung: „Wir haben uns für jemanden entschieden, der schon etwas mehr Berufserfahrung hat“. Weil Klaus unglücklicherweise öfters diese Rückmeldung bekommt, setzt sich hartnäckig diese Vorstellung in seinem Kopf fest:

  1. Ich habe keine Berufserfahrung, deswegen kann man mich nicht einstellen.
  2. Weil mich niemals jemand einstellen wird, kann ich auch keine Berufserfahrung sammeln.
  3. Mein Diplom kann ich in’s Klo hängen, weil es mir keinen Job bringt.

Klaus dreht sich im Kreis. Er schreibt seine Bewerbungen in der Stimmung, dass die ganze Aktion eh keinen Sinn hat, weil die Personalerfritzen den Wisch sowieso in die Ablage P befördern. Wozu sich im Anschreiben also Mühe geben? Weil in Deutschland alles geregelt ist, wird es ja langen, einen Musterbrief abzutippen und irgendwie zurechtzufriemeln, dass er irgendwie auf die Anzeige passt.

Da er sich unbewusst herunterputzt, vergisst er ganz einfach, dass er bei seinem Praktikum bei Siemens durchaus qualifizierte Berufserfahrung gesammelt hat und am Knowledge-Management-Projekt mitarbeitete. Für zwei Semester hat er sich sogar an einer studentischen Unternehmensberatung beteiligt und Existenzgründer beraten. Für die IHK schrieb er eine Checkliste für Gründungswillige, die dafür sorgte, das Gründer vom Typ Bruder Leichtfuß ihren Geschäftsplan auf seine Machbarkeit hin überprüften und sich professionell beraten ließen.

Er unterscheidet sich positiv von Kommilitonen, die nur brav Vorlesungen und Seminare besuchten, über den Büchern hockten, wenn Prüfungen anstanden, aber kein freiwilliges Praktikum in einem renommierten Unternehmen absolvierten, um ihr theoretisches Wissen in die Praxis umzusetzen. Er kommt nur nicht darauf, weil er mit Berufserfahrung nur eine Tätigkeit als vollwertiger Mitarbeiter in einem Unternehmen versteht. Deshalb lässt er sich im Vorstellungsgespräch von Unterstellungen wie „Sie haben keine Berufserfahrung“ aus dem Konzept bringen. Manchmal protestiert er schwach: „Aber bei Siemens bekam ich einen Einblick in ...“.

Durch diese wenig selbstbewusste Präsentation bestätigt er die vorgefasste Meinung des Jobinterviewers, denn Klaus vermittelt unbewusst das Bild eines Absolventen, der sich den Job nicht zutraut. Gemeinerweise wird das Bild noch durch seine Körpersprache verstärkt, da er nervös mit dem rechten Bein wippt und zu Boden schaut.



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Ute Albrecht
Bewerbungsberaterin


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