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Muss man immer gute Laune haben? - Teil 2

Sie sind nicht nur für Ihre eigenen Gefühle verantwortlich

Fakt ist, dass die Einstellung, dass man nicht nur für seine eigenen Gefühle verantwortlich ist, sondern auch für die seiner Mitmenschen, dafür sorgt, dass man sich in der Interaktion mit anderen Mühe gibt, sich dadurch sozialverträglich verhält, Rücksicht auf andere nimmt und versucht, zumindest die Erwartungen der Menschen zu erfüllen, die einem wichtig sind. Das hält die Gesellschaft zusammen, denn ohne diese Einstellung würde das Zusammenleben erheblich schlechter funktionieren und alle Leute mit schlechtem Benehmen hätten einen Freibrief dafür.

Die Aussage der Klientin „Seitdem ich meinen Mann kenne, geht es mit mir bergab“ beinhaltet nämlich Lösungsmöglichkeiten. Sie hat nach der Heirat ihr Leben so verändert, dass es zwar ihrem Mann gefällt, aber sie fühlt, dass sie dabei auf der Strecke bleibt und gegen ihre Bedürfnisse lebt. Diese Erkenntnis macht ihr schlechte Laune und genau diese ist Motor für ihren Veränderungswunsch. Das Erkennen der Opferrolle ist nämlich paradoxerweise der Weg aus ihr, wenn dazu noch Mut hinzukommt, sich in der Ehe mehr Freiheiten zu nehmen - auch, wenn es Streit geben sollte. Dann gibt es eben Streit und der Ehemann beruhigt sich auch wieder. Wenn die Liebe echt ist, wird er seiner Frau das zugestehen, was ihr wichtig ist und wenn er das nicht will, wird er eher eine Putzfrau, Familienmanagerin und Beifall-Klatscherin für seine Großartigkeit anstatt einer gleichberechtigten Partnerin gesucht haben und wenn die Klientin das nicht will, kann sie ihn getrost ziehen lassen. Sie würde ihn nicht vermissen.

Sie wäre in der Opferrolle, wenn sie immer nur klagen würde, jedoch nicht handeln. Wer seine Opferrolle erkennt und dann die Konsequenzen zieht, kommt aus ihr heraus. Gerade dann ist es kein Fehler, das Gegenüber zeitweise als Täter zu betrachten, denn die Wut schafft den Mut zur Veränderung. So manchem Täter sind dadurch schon die Augen geöffnet worden und er hat sich dann bemüht, sich anders zu verhalten.

Schlechte Laune ist weitaus besser als ihr Ruf, denn sie ist ein Symptom dafür, dass man teilweise nicht so lebt wie man leben möchte. Dadurch kommt man erst auf die Idee, genauer hinzuschauen:

  • Wie lebe ich eigentlich?
  • Ist es wirklich das, was ich will?
  • Was möchte ich denn stattdessen machen?
  • Was würde ein Lächeln in mein Gesicht zaubern?

So bekommt man Impulse für eine größere Lebenszufriedenheit. Der Druck, immer gut drauf sein zu müssen, erzeugt eher depressive Verstimmungen.

Seien Sie also gelassen, wenn Sie mal schlechte Laune haben. Sie gibt Ihnen nämlich Ideen für ein besseres Leben.



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Ute Albrecht
Bewerbungsberaterin


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