Mut zum Traumjob

Teil 2: Mutmacher

Florian Gayks Statement zu den „Realisten“: „Ich mache vielerorts Stagnation und Hilflosigkeit aus. Manche bewerben sich ein Jahr lang - und bekommen nur Absagen. Dann verliert man die Lust am Träumen. Das ist schade, denn die Menschen verlieren auch immer mehr das Kreative. Wo ist denn beispielsweise das Unternehmerische? Warum sagen sich nicht die, die nur Absagen bekommen, jetzt entwickle ich eine Idee und mache mich selbständig? Man muss ja nicht gleich eine Firma wie Microsoft gründen.“

Wie Recht er hat. Als Bewerbungsberaterin mache ich ähnliche Beobachtungen. Jobsuchende wollen weg von der Arbeitslosigkeit, aber nicht hin zu einer Tätigkeit, die ihnen Freude bereitet und die von ihnen als sinnvoll empfunden wird. Denn das trauen sie sich schon gar nicht mehr, weil so mancher Sachbearbeiter im Arbeitsamt barsche Sprüche wie „Wir sind hier nicht bei wünsch dir was!“ von sich gibt. Hauptsache weg vom Arbeitsamt, weg vom Rechtfertigungsdruck gegenüber Nachbarn, Bekannten, den Eltern und den Selbstvorwürfen und dem Gefühl, ein Loser zu sein. Dann ist natürlich jeder Arbeitgeber und jeder Job richtig.

Diese Einstellung erkennt man an floskelhaften Anschreiben wie:

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Juli 2002 habe ich mein Studium abgeschlossen und möchte mich hiermit auf Ihr Stellenangebot bewerben.

In mehreren Praktika hatte ich die Gelegenheit, vielfältige Erfahrungen zu sammeln. Jetzt möchte ich meine theoretischen Kenntnisse bei Ihnen umsetzen.

Auf Ihre Antwort würde ich mich freuen und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Unterschrift


Ute Albrecht
Bewerbungsberaterin

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(01 60) 6 35 94 03
ute.albrecht@bewerbungsberatung-albrecht.de
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