Was bringt mir Ute Albrecht?
Bewerbungsmagazin
Inhaltsverzeichnis
Türöffner zum Vorstellungsgespräch
Harte Personalerfragen
Downloads
Gästebuch
Mobbingberatung
Unterlagencheck
Klientenfeedback
Suchen
 
 

     

Durchhalten für eine berufliche Perspektive

Manche sagen ja „Das Leben ist zu kurz, um etwas zu machen, worauf man keinen Bock hat!“ Reduziert man dieses Statement nur auf das Berufsleben, dann müsste man jedes Mal kündigen, wenn man nicht jeden Tag Spaß hat und der Chef, die Kollegen und die Kunden auch gern mal schwierig sind. Würde man das so durchziehen, hätte man bald einen Lebenslauf, der den Wiedereinstieg ins Berufsleben verhindert.

Durchhalten bedeutet nicht, sich erwerbsunfähig mobben zu lassen, sondern zu schauen, ob die Arbeitsbeziehung zum Chef und zu den Kollegen einigermaßen ok ist und die meisten Kunden auch recht nett sind.

Sicher ist es wünschenswert, wenn Führungskräfte Motivatoren sind, viel loben und mit einer hohen Empathiefähigkeit gesegnet sind. In einem solchen Umfeld fällt es jedem leicht, sein Bestes zu geben, weil ja die Belohnung (Lob vom Chef) folgt.

Wenn Sie einen Chef haben, der schweigt, wenn Sie gut arbeiten und nur mit Ihnen kommuniziert, wenn Sie Fehler machen und diese Kommunikation dem Meckern ziemlich ähnlich ist, dann tappen Sie nicht in die Falle, sich zu sagen: „Es bringt mir nichts, mich anzustrengen, weil’s der Chef sowieso nicht sieht. Außerdem werde ich die Probezeit nicht überstehen und wenn ich es doch schaffe, wird er mich eben später feuern, weil der mich ja nicht will. Also lohnt sich doch diese ganze Schinderei nicht!“

Mit dieser Einstellung erreichen Sie nur, dass Sie Schritt für Schritt Ihr Selbstwertgefühl und Ihre Selbstachtung verlieren. Dann verlieren Sie nicht nur Ihren Job, weil bemerkt wird, dass Ihre Einstellung zur Arbeit zu wünschen übrig lässt, sondern Sie entwickeln dann Schuldgefühle, sich nicht genug Mühe gegeben zu haben: „Jetzt habe ich den Salat und muss wieder zum Jobcenter. Verdammter Mist! Hätte ich mich doch bei der Arbeit mehr ’reingehängt!!“ Beim Bewerben ist es auch schwieriger, den Personaler zu überzeugen.

Herauskommen aus dem Motivationsloch

Verabschieden Sie sich von der Vorstellung, dass Ihr Chef Sie motivieren muss. Das können Sie am besten selbst. Konzentrieren Sie sich auf das Positive - seien es Ihre Aufgaben, die Sie recht gern erledigen oder Ihre Erfolgserlebnisse. Fragen Sie sich am besten jeden Abend „Was hat mir heute gut gefallen?“ und „Worauf kann ich heute stolz sein?“



© by Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de


Wenn Sie unabhängig von äußeren Umständen immer Ihr Bestes geben und sich das auch täglich bewusst machen, tun Sie sehr viel für Ihr Selbstwertgefühl. Sie wissen dann, dass Sie stolz auf sich sein können. Außerdem machen Sie sich beliebt - und zwar bei Kunden. Dadurch entdecken Sie einen Sinn an Ihrer Arbeit, nämlich dafür zu sorgen, dass Ihre Kunden glücklich sind.

Machen Sie mal einen Selbsttest: Von wem möchten Sie lieber beraten werden? Von jemanden, der schon innerlich gekündigt hat und einfach nur von seinem Job genervt ist oder von jemanden, der wirklich viel Wert darauf legt, dass Sie sehr zufrieden sind und sich ehrlich darüber freut, wenn ihm das gelingt? Der Ihnen zuhört und Ihre Bedürfnisse versteht? Bei dem Sie das Gefühl haben, das Allerbeste zu kaufen, das Sie bekommen konnten?

Verhalten Sie sich so, wie Sie sich einen Spitzenverkäufer wünschen und den Sie sofort einstellen würden, wenn Sie ein eigenes Geschäft hätten. Dadurch haben Sie viele Vorteile: Sie gewinnen mehr Spaß an Ihrem Job und machen sich unabhängiger vom Lob Ihres Chefs. Selbst, wenn Sie die Probezeit nicht überstehen sollten, würde Ihre Selbstachtung nicht so gravierend darunter leiden. Sie würden es zwar zu Recht ungerecht finden, dass nicht aufgrund von Leistungen entschieden wurde, sondern aufgrund von Sympathie und Befindlichkeiten, aber Sie würden sich nicht selbst Asche auf das Haupt streuen, sondern mit geradem Rücken das Unternehmen verlassen.

Außerdem würde es Ihnen bei der Jobsuche auch viel leichter fallen, sich selbstbewusst zu präsentieren. Wenn Sie in einem Unternehmen beschäftigt sind, in dem rationaler entschieden wird, dann werden Sie dort einige Zeit bleiben und können in Ruhe nach Ihrem Traumjob suchen.

Die Quelle der Unzufriedenheit ist nicht nur der Job

Oft ist es so, dass man mit seinem Job unzufrieden ist, wenn man mit sich selbst unzufrieden ist. Sorgen Sie dafür, dass Sie in Ihrem Leben Freiräume haben, in denen Sie das tun können, was Ihnen Spaß macht. Schalten Sie bewusst ab, wenn Sie Feierabend haben. So verständlich es ist, dass Sie sich Ihren Frust bei Ihrer besten Freundin von der Seele reden und bis ins Kleinste analysieren, wie mies der Chef heute wieder war, was er im Einzelnen gesagt hat und was er lieber hätte sagen sollen etc. pp. - das Ganze kann Sie auch tief herunterziehen und Ihnen den nächtlichen Schlaf rauben. Lassen Sie ruhig Ihren Frust ab, machen dann aber auch mal einen Punkt. Danach tun Sie etwas, was Ihre Batterien wieder auflädt.



Zurück zu Teil 1

Zurück zu „Konstruktiv mit Frust umgehen“

     

top   



Ute Albrecht
Bewerbungsberaterin


Baderstraße 4
38723 Seesen
(0 53 81) 49 18 07
(01 60) 6 35 94 03
ute.albrecht@bewerbungsberatung-albrecht.de