Teil 2: Kleidung im Business-Look ist nicht immer unbequem

Es gibt Leute, die laufen durch die Gegend, als hätten sie einen Stock verschluckt und sie machen ein Gesicht, als ob sie alle Lasten auf dieser Welt schultern müssten. Sieht man ihre Krawatte, dann denkt man gleich an den Vatermörder.

Für Sie als junger Ingenieur, der in diesem Jahr sein Diplom besteht, wirkt das natürlich abschreckend. Sie denken an Ihren Konfirmationsanzug, der so entsetzlich gekratzt hat und bei dem Sie sich noch immer fragen: „Wo war amnesty international, als mir meine Mama diesen Anzug verpasst hat?!“

Bleiben Sie cool

und machen Sie den Selbsttest. Müssen Anzüge immer kratzen? Schnüren einem Krawatten immer die Luft ab? Kann man sich in Geschäftskleidung wirklich nicht bewegen?

Gehen Sie in ein Fachgeschäft und lassen Sie sich beraten. Bedenken Sie, dass Sie nicht immer etwas kaufen müssen, auch nicht aus Verlegenheit. Kaufen Sie den Anzug erst dann, wenn er sich angenehm trägt, er Sie nicht einengt und auch nicht an Ihnen herumschlabbert. Am Anfang mag Ihnen diese Art von Kleidung ungewohnt vorkommen. Vielleicht schämen Sie sich vor Ihren Kommilitonen, weil Sie genauso aussehen wie die BWLer, die wichtigtuerisch mit ihren Notebooks und Handys durch die Gegend laufen und über die Sie sich immer lustig gemacht haben.

Machen Sie sich nichts daraus. Auch Ihre Kommilitonen haben mal Vorstellungsgespräche. Sie gewöhnen sich viel schneller an formelle Kleidung als Sie denken. Oder glauben Sie, Ihre Bewerbungsberaterin hat ihren Körper schon als zartes Erstsemester in Nadelstreifen gehüllt?


Ute Albrecht
Bewerbungsberaterin

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