Alle Jahre wieder - gute Vorsätze

Wieder ist ein Jahr herum. Dann sollte man sich ja mal großartige Ziele für das Jahr 2012 setzen, oder? Das tun schließlich die meisten und man selbst möchte nicht ziellos, undiszipliniert und als wenig an seiner persönlichen Weiterentwicklung interessiert erscheinen - wie auch immer man das definiert.

Nach der aktuellen DAK-Studie „Gute Vorsätze 2012“ haben sich 60% der 3.010 Befragten vorgenommen, sich weniger stressen zu lassen. 56% möchten mehr Zeit mit der Familie und Freunden verbringen und 55% wollen sich im Jahr 2012 mehr bewegen und Sport treiben. Auf Platz 4 der Top Five unter den guten Vorsätzen ist mit 51% „mehr Zeit für mich selbst“ investieren gelandet. Auch eine gesündere Ernährung ist für 45% der Befragten eine lohnenswerte Absicht. Die Befragung hat das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Zeitraum vom 11. November bis zum 1. Dezember 2011 durchgeführt.

Im Jahr 2010 haben allerdings 60% der Befragten für 2011 keine guten Vorsätze gehabt, was zumindest den Vorteil hat, dass man sich nicht über seinen „inneren Schweinehund“ zu ärgern braucht, wenn man sie nicht einhalten konnte. Von den 40%, die sich doch getraut haben, sich Silvester 2010 ein paar „Heldentaten“ vorzunehmen, waren immerhin 50% so willensstark und diszipliniert, dass sie ihre guten Vorsätze auch für mehrere Monate einhielten.

Wie schaffe ich das, was ich mir vorgenommen habe?

Wenn Sie das, was Sie sich vorgenommen haben, auch tatsächlich umsetzen wollen, dann sollten Sie sich erst einmal überlegen, ob Sie das beispielsweise auch dann wollen, wenn Sie von den Menschen, von denen Sie sich Anerkennung erhoffen, wider Erwarten keine bekommen oder Ihr Image sich nicht so positiv verändert wie Sie es sich vorgestellt haben, nachdem Sie mit Ihren großen Zukunftsplänen ein wenig angegeben haben.

Schwammige Ziele eignen sich schlecht für die Umsetzung. Als ersten Schritt formulieren Sie sie so konkret, dass Sie sie sich bildlich vorstellen können und auch bestimmte Kriterien sehen, anhand derer Sie bemerken, inwieweit Sie sie schon erreicht haben. Formulieren Sie sie auch positiv. Ein schlechtes Beispiel ist: „Im Jahr 2012 will ich mich nicht mehr so furchtbar über meinen Chef aufregen und mich von ihm nicht mehr stressen lassen.“ Bei dieser Formulierung sehen Sie nämlich im Geiste Ihren cholerischen Chef und sind weit von einem Zustand der Gelassenheit entfernt. Nun ist es für Leute, die Vorbehalte gegen positives Denken haben, ziemlich schwierig, mal so eben eine positive Formulierung aus dem Ärmel zu schütteln.


Ute Albrecht
Bewerbungsberaterin

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